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Wort des Monats: März 2016

Nach diesem, da Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er …: Mich dürstet! … Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist. (Joh 19,28-30)

Das Kreuz war der Ort, an dem Jesus sich voll und ganz mit dem Zustand der Menschheit nach dem Sündenfall identifizierte. Psalm 22, dieser großartige Psalm über das Kreuz, erkennt, dass sein Durst die Trockenheit des Todes bedeutete. Jesus hatte sich ganz eins gemacht mit unserem toten Zustand Gott gegenüber. Dies hatte Jesus kurz vorher erkannt, als er bekannte, dass sein Vater ihn verlassen hatte, als er ihn zur Sünde machte. Das Kreuz war der größte Kampf , der jemals gekämpft wurde. Er wurde von einem Mann gekämpft, der von Schlafmangel geschwächt, so ausgepeitscht wurde, so dass er fast nicht mehr laufen konnte. Der dann mit ausgestreckten Armen an ein Kreuz genagelt wurde, unfähig sich selbst zu verteidigen. Es war der Mann Jesus Christus, in all seiner Schwäche, der es mit dem Teufel aufnehmen würde und durch seine eigene Treue und Gerechtigkeit dem Vater gegenüber, selbst als er zur Sünde gemacht wurde, den Feind zerstören würde. Gekreuzigt in Schwäche, aber nicht besiegt, errang er einen wunderbaren Sieg. Denn durch das Kreuz wurden alle Feinde der Menschheit besiegt und die Schwäche des Fleisches überwunden.

Johannes berichtet die Aussage Jesu am Ende seiner Zeit am Kreuz: “Es ist vollbracht!” Die anderen Evangelien berichten, dass er mit einer lauten Stimme schrie. Dies war der Ruf und das Zeugnis des Sieges! Die Herrschaft der Sünde und des Todes ist vorbei und alle können frei von Sünde leben. Wir dürfen nicht denken, dass irgendetwas am Kreuz ein Zufall war. Selbst seine letzte Handlung, seinen Geist aufzugeben, war nicht nur die Konsequenz seines Leidens am Kreuz. Nur wenige Tage zuvor hatte Jesus bezeugt: “Ich bin das Leben.” Das Kreuz selber konnte ihn nicht töten. Er hatte zuvor seinen Jüngern erklärt, was passieren würde: “… Ich lasse mein Leben, damit ich es wieder nehme.” (Joh 10,17b) Jesus gab sein irdisches Leben absichtlich auf, so dass er der Sünde starb und nach der Auferstehung der Tod keinerlei Macht mehr über ihn haben würde. Diesen Zustand teilt er nun mit all denen, die zu ihm kommen und von dem Wasser des Lebens trinken, das er ihnen anbietet. Bist du zu ihm gekommen und hast du das lebendige Wasser getrunken, so dass das, was du jetzt im Fleisch lebst, du im Glauben an den Sohn Gottes lebst (Gal. 2,20)?

Wort des Monats: Februar 2016

Der Bibel geht es immer darum, uns an unsere Sterblichkeit zu erinnern. Es geht den einzelnen Autoren dabei nicht darum, Furch und Sorge zu verursachen, sondern eher darum, dass wir unseren Blick auf Gott und seine Erlösung richten. In Psalm 49, wie in anderen Abschnitten, werden die, die auf Reichtum vertrauen mit denen verglichen, die auf Gott vertrauen. Wie so oft in der Bibel, werden hier Themen angesprochen, die uns bekannt sind, aber die wir nicht immer aus einer Ewigkeitsperspektive bedenken. In Vers 49,12b wird korrekt beschrieben: “Sie benennen Ländereien nach ihren eigenen Namen.” Es ist uns vielleicht weniger vertraut, dass Länder nach bestimmten Personen benannt werden, obwohl Bolivien, Kolumbien und Ghana drei Beispiele hierfür sind. Wir haben jedoch schon oft gehört, dass Gebäude oder Auszeichnungen nach Reichen benannt werden. Wir denken nur an den Nobelpreis. Die Bibel möchte, dass wir erkennen, dass selbst wenn unser Name auf einem Gebäude oder Denkmal weiter lebt, dies keinerlei Unterschied in der Ewigkeit ausmacht. Vielleicht ehren Menschen uns eine gewisse Zeit lang hier auf dieser Welt, aber manchmal verändern sich Meinungen und diese Ehre kann in Unehre umschlagen. Es ist jedoch nicht wichtig, wie Menschen uns in diesem Leben ehren, sondern ob Gott uns ehrt! Jesus sprach diesen ernüchternden Satz: “Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre von dem alleinigen Gott nicht sucht.” Wenn uns die Ehre von anderen Menschen wichtig ist, sei es, dass ein Gebäude nach uns benannt wird, oder auf irgend eine andere Weise, verpassen wir das Wichtigste, nämlich dass Gott uns ehrt. Gott ehrt die, die tun was er sagt, die ihn suchen, die in seinen Wegen gehen und die, die immer danach bestrebt sind ihm in ihrem Handeln und in ihrem Leben zu gefallen.

Der Psalmist jedoch zeigt nicht nur die Dummheit auf, danach bestrebt zu sein, dass unser Name von Menschen in Ehren gehalten wird, sondern er lenkt unsere Aufmerksamkeit auch auf andere wichtige Wahrheiten, z.B.: “Zu teuer ist die Erlösung ihrer Seelen.” (Ps.49,9a) Vielleicht hatte der Psalmist eine Ahnung von dem Preis der Erlösung als er die Ritualien und Opfer im Tempel beobachtete, die Gott eingesetzt hatte. Höchstwahrscheinlich jedoch, hatte er keine wirkliche Erkenntnis darüber, dass der wahre Preis unserer Erlösung der Tod von Gottes einzigem, geliebten Sohn bedeuten würde. Der Psalmist beschreibt weiter voller Zuversicht in Psalm 49,16: “Aber Gott wird meine Seele aus der Gewalt des Totenreichs erlösen; denn er wird mich aufnehmen!” Was für eine Zuversicht setzte er in den, an den er glaubte! Was suchst du?

Geht es dir darum, von Gott geehrt zu werden und sicher zu sein, dass du ewig bei ihm sein wirst, oder versuchst du dir einen guten Ruf auf dieser Erde zu erschaffen? Vielleicht wird niemals ein Gebäude oder eine Forschung nach dir benannt werden, aber du hoffst dennoch darauf, auf deinem erwählten Fachgebiet einen gewissen Erfolg zu erzielen, sodass man sich auch in Zukunft an deinen Namen erinnert. Paulus drückt in Phil. 3,8 deutlich aus, was er von weltlichem Ruhm hält: ” Wahrlich ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne.” Hast auch du eine solche Einstellung?

Wort des Monats: Januar 2016

In seinem Buch “Die Wurzel der Gerechten”, schrieb der bekannte Christ AW Tozer: “Ein wahrer Christ ist ohnehin eine komische Nummer.” Er zählt in seinem Buch einige Gründe hierfür auf und ihr könnt die Einzelheiten hier* im Internet finden. Zusätzlich zu dem was Tozer erwähnt, ist ein Christ noch auf eine andere Art komisch. Der Christ schaut zum einen hin auf eine neue Welt und zum anderen ist er ebenso bemüht, hier auf dieser Erde sein Bestes zu geben. Ein Christ ist sich bewusst, dass der aktuelle Zustand dieser Welt nicht mehr zu retten ist. Die einzige Lösung für den zunehmenden Verfall, den die Sünde bewirkt, ist der Austausch durch einen neuen Himmel und eine neue Erde. Das bedeutet nicht, dass Menschen nicht erlöst werden können – ganz im Gegenteil! Was Christus am Kreuz bewirkt hat, befähigt alle, die an ihn glauben, Teil der neuen Schöpfung zu sein, während sie in der alten Schöpfung leben. Wenn die neue Schöpfung in Fülle kommt, werden sie ihren Platz dort mit Freude einnehmen.

Das bedeutet nicht, dass der wahre Christ die hiesige Welt aufgegeben hat. Obwohl er ihre Korruption, Lust und Verschmutzung meiden möchte, ist es sein Bestreben, solange er hier ist, für die Welt sein Bestes zu geben und noch wichtiger, für die, die in der Welt leben. Dennoch blickt er in ständiger Freude auf die neue Schöpfung. Wir sehen dieses Prinzip in einem Vers im 1. Johannesbrief verdeutlicht. “Wer aber die Güter dieser Welt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und sein Herz vor ihm verschließt – wie bleibt die Liebe Gottes in ihm?” (1.Jn 3,17) Obwohl dieser Vers sich auf den praktischen Ratschlag konzentriert, denen in Not zu helfen, zeigt er ein weitreichenderes Prinzip auf. Er verdeutlicht, dass wir den Situationen um uns herum Aufmerksamkeit schenken sollen und, wenn möglich, alles daran setzten sollen zu helfen.

Das kann bedeuten körperliche Not zu lindern, Tost und Ratschlag zu geben oder zu ermutigen. Das was Gott uns geschenkt hat, müssen wir für das Wohl anderer einsetzen. Wir dürfen weder so auf die zukünftige Welt fokussiert sein, dass wir für diese Welt nutzlos sind, noch dürfen wir vergessen, dass wir eines Tages eine neue Welt ererben werden und darin leben werden. Schon ein flüchtiger Blick ins neue Testament zeigt, dass Jesus genau so lebte. So viele wurden geheilt, befreit, gespeist und gelehrt während er hier war. Er ging jedoch immer voran, auf das zu, was er am Kreuz erreichen wollte und auf den zukünftigen neuen Himmel und die neue Erde.

Hast du eine himmlische Gesinnung und bist auch von großem irdischen Nutzen?

* http://www.sermonindex.net/modules/newbb/viewtopic.php?topic_id=25368&forum=35

Wort des Monats: Dezember 2015

“Denn wir haben nicht einen hohen Priester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde.” Hebräer 4,15

Es ist leicht für uns als Christen, die wahre Bedeutung der Weihnachtsgeschichte zu vergessen. Mit Recht erinnern wir uns an das wunderbare Werk der Erlösung und die Rettung, die der Herr am Kreuz bewirkt hat und die seine Auferstehung bezeugt hat. Aber wir dürfen die Bedeutung der Weihnachtsgeschichte nicht außer Acht lassen. Weihnachten sagt uns, dass Jesus als ein Mensch geboren wurde, dass er ein vollkommen menschliches Leben lebte und alle Ausmaße eines Lebens, ähnlich wie wir, erlebte. Dies ist die wichtige Botschaft dieses Verses im Hebräer. Nachdem er ein Leben ähnlich wie das unsere erlebt hatte, versteht er voll und ganz sowohl die Freuden, als auch die Traurigkeiten, die Stärken und Schwächen, die Probleme, die Kämpfe und Herausforderungen, denen wir gegenüber stehen. Er kann uns zur Seite treten und uns stärken, ermutigen und ständig unterstützen. Wir müssen nicht mehr länger alleine durch dieses Leben gehen, sondern wir haben einen, der mit unserer Schwäche Mitleid hat.

In Anbetracht seines Menschseins müssen wir noch einen zweiten Punkt beachten. Die Autoren des Neuen Testaments waren ständig bemüht zu betonen, dass er ein Mensch war. Johannes berichtet die Aussage des Pilatus: “Seht, welch ein Mensch!” (Joh 19,5) und Paulus schreibt über den Herrn, den Mittler: “der Mensch Christus Jesus” (1. Tim 2,5). Im Philipperbrief erklärt Paulus, dass Jesus sich selbst entäußerte oder entleerte, als er auf die Erde kam. Dies bedeutet nicht, dass er irgendwie seine Gottheit aufgab als er kam, sondern dass er seine göttlichen Kräfte absichtlich beiseite legte, und wie jeder gewöhnliche Mann oder Frau auf der Erde lebte – und dennoch ohne Sünde. Er lebte ein Leben so, wie Gott es ursprünglich für Adam geplant hatte. Er lebte ein Leben ohne Sünde, um zu zeigen, dass dies für einen gewöhnlichen Menschen, selbst unter schlimmsten Umständen, möglich ist.

Auf den ersten Blick scheint dies ein herrliches Zeugnis zu sein, aber wenn wir weiter darüber nachsinnen, kann es uns in Verzweiflung bringen. Wenn er so leben konnte, kann auch von mir erwartet werden, ähnlich zu leben. Aber egal wie ich mich auch anstrenge, ich schaffe es nicht! Dies bringt uns zum dritten Aspekt des Weihnachtswunders. Jesus kam nicht nur und lebte ein perfektes Leben und erfüllte all das, was Gott für die Menschheit wollte, sondern durch seinen Tod und seine Auferstehung machte er es möglich, uns das Leben zu schenken, das er gelebt hatte.

Er konnte mit uns die Kraft teilen so zu leben wie er, so dass wir nicht mehr der Schwäche unseres Fleisches unterlegen sind, sondern in der Kraft seines Lebens leben können. Weihnachten ist wahrhaftig die Hoffnung für die Menschheit, aber nicht nur für die Menschheit, sondern für mich persönlich! Hast du diese Hoffnung heute in deinem Herzen empfangen?

Wort des Monats: November 2015

“Tut Buße” sind die ersten berichteten Worte, die sowohl von Johannes dem Täufer, als auch von dem Herrn, am Anfang ihres Dienstes gesprochen wurden. Es ist die erste Anweisung von Petrus am Pfingsttag auf die Frage: “Was sollen wir tun?”. Diese Zeugnisse machen uns deutlich, dass Buße ein wichtiger Schritt für alle ist. Es ist wichtig zu verstehen, was der Buße voraus geht, was sie bedeutet und was danach kommt. In der Ursprache bedeutet “Buße” eine tiefe und beständige Gesinnungsänderung. Die Gesinnungsänderung, die bei Gott zählt, ist wenn ein Mensch erkennt, dass Sünde falsch ist und dass er sich davon abwenden muss. Dies ist nicht einfach eine mentale Übung, sondern Buße wird durch einen veränderten Lebenswandel bezeugt. Als Reaktion auf seine Predigten, fragten die Menschen Johannes den Täufer, welche Veränderungen sie vornehmen sollten und er gab ihnen spezifische, praktische und hilfreiche Ratschläge, die man in Lukas 3, 10-14 nachlesen kann.

Ein Mensch jedoch tut nicht Buße, einfach weil ihm ein Gedanke kommt. Man kann nicht erwarten, dass ein Mensch ohne jeglichen äußeren Einfluss, eine weitreichende Gesinnungsänderung über jahrelanges Verhalten erlebt. Es mag Situationen geben, wo wir erkennen, dass ein bestimmtes Verhalten nicht hilfreich ist und dieses ändern. Die Buße aber, nach der Gott Ausschau hält, ist dass auch wir all das für falsch erachten, was In Gottes Augen falsch ist. Diese Veränderung unserer Gesinnung passiert nicht unabhängig, sondern es ist der Heilige Geist, der diese Überführung der Sünde und die Anerkennung, dass Gottes Wege richtig sind, schenkt. Unsere Antwort auf seine Überführung soll eine Veränderung unserer Gesinnung sein, die sogenannte Buße, die uns in eine bedingungslose Übereinstimmung mit Gott führt. Leider jedoch können Menschen auch eine andere Reaktion auf die überführende Kraft des Heiligen Geistes haben. Das bedeutet, sie widerstehen dem Heiligen Geist und akzeptieren seine Überführung nicht. Hast du es ihm erlaubt, dich zu überzeugen was Sünde ist oder hast du dich ihm widersetzt?

Wahre Buße geht aber noch einen Schritt weiter. Wenn wir anerkennen, dass unser Verhalten in der Vergangenheit falsch war, muss uns bewusst dein, dass sich dieses Verhalten gegen einen heiligen Gott gerichtet hat. Buße allein ist da nicht genug, denn wir brauchen eine Antwort auf die Sünde, die wir schon getan haben. Die Frage ist: Wie kann uns vergeben werden? Wenn wir erkennen dass wir gegen Gott gesündigt haben, aber dass uns aufgrund des Erlösungstodes Jesu am Kreuz vergeben werden kann und wir von allen Sünden der Vergangenheit gereinigt werden können. Dann erleben wir die Kraft der wunderbaren Worte aus Apg 10, 43b: “Wer auch immer an Jesus Christus glaubt, wird Vergebung der Sünden empfangen.”

Wort des Monats: Juli/August 2015

“An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen …. So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte.” Matt 7, 16a +17b

Die Art der Frucht, die ein Obstbaum hergibt, ist unvermeidlich. Er wird nur die Frucht hervorbringen, die seiner Art entspricht. Wir haben einen Kirschbaum in unserem Garten und jedes Jahr steht er voller Kirschen. Wenn wir im Frühling die Blüten sehen, erwarten wir, dass es später im Jahr Kirschen geben wird – und genau so ist es! Die Bibel vergleicht unsere Leben an vielen Stellen mit Bäumen. Dieses Thema wird anhand vieler Beispiele demonstriert. Die zwei gängigen Früchte in Israel waren Weintrauben und Feigen. Kein vernünftiger Mensch hätte erwartet, diese an Dornbüschen oder Disteln zu finden. Das Wesen eines Weinstocks oder eines Feigenbaums bedeutet, dass die Frucht, die sie produzieren, Weintrauben und Feigen sind. Dies ist unvermeidlich. So wird auch in unseren Leben die Frucht, die sich bildet, bestimmt durch den Saft, der durch uns hindurchfließt. Bevor wir zum Glauben kamen, waren wir von dem Leben Christi abgeschnitten und das Ergebnis unseres Lebens war weder süß noch begehrenswert. Aber als wir Christus angehörten, begann sich sein Leben in uns zu bilden. Das Ergebnis, die Frucht unseres Lebens, wird nun die sein, dass wir so sind wie er!

In dieser Botschaft liegt eine ernste Warnung, die der Herr in Lukas 13 verdeutlicht. Er warnt, dass es Bäume gibt, die keine Frucht tragen. Wir wissen, dass ein Baum ein Kirsch- oder ein Feigenbaum sein kann und es dennoch möglich ist, dass er keine Frucht bringt. Mit anderen Worten, er ist unfruchtbar. Der Baum gehört zur richtigen Art, aber nichts wächst daran. In dem Gleichnis wird dem Feigenbaum nach drei Jahren der Fruchtlosigkeit, mit besonderer Behandlung, ein letztes Jahr geschenkt, um zu sehen, ob das Frucht hervorbringt. Genau so ist es auch bei uns. Der Herr erwartet, dass wir Frucht produzieren und wenn diese ausbleibt, wird er sich darum kümmern, dass wir eine besondere Behandlung empfangen, die uns helfen soll. Aber wenn die Frucht dann immer noch ausbleibt? Von dem Beispiel des Feigenbaums dürfen wir annehmen, dass der Baum dann entwurzelt wird.

Was wird in deinem Leben hervorgebracht? Ist es ein Zeugnis des Christus in dir? Hast du begonnen und bildest du weiter die Frucht, die der Herr erwartet? Die Frucht, oder der Charakter deines Lebens, ist Beweis dessen, was in dir ist! Ist der Beweis sichtbar?

Wort des Monats: Juni 2015

So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit! (1 Pet 5:6)

Dies ist ein sehr kurzer und einfacher Vers, aber die Botschaft, die darin verborgen ist, ist sowohl tief als auch äußerst weitreichend. Es ist eine Aufforderung an die Leser, sich selbst zu demütigen. Der Gedanke, dass uns ein anderer demütigt, ist uns bekannt, aber das ist niemals Gottes Weg. Es ist unsere Verantwortung uns selbst zu demütigen. Gott wird das niemals für uns tun, denn dies würde Zwang bedeuten, was der Liebe Gottes ganz und gar widerspricht. Wenn jemand sich selber demütigt, erkennt er an, dass der andere, in diesem Falle Gott, viel größer ist, als er selber. Wir wissen, dass Gott der Allerhöchste ist, dass er allmächtig ist. Aber so viele weigern sich stur, Gottes Position als wahrer Gott anzuerkennen. Oft weigern Menschen sich, Jesus als Herrn anzuerkennen, weil sie ihm die Herrschaft über ihr eigenes Leben nicht übergeben wollen. Uns wirklich vor Gott zu demütigen, setzt die Anerkennung voraus, dass er der Herr aller ist und dass wir nur Teil seiner Schöpfung sind.

Nun müssen wir die Bedeutung dieser Handlung erkennen. Wenn wir uns vor jemand gedemütigt haben, haben wir uns damit seiner Barmherzigkeit ausgeliefert. Wenn die Person möchte, hat sie die Möglichkeit, uns auszunutzen. Nur weil Petrus die Freundlichkeit, Gnade und über allem, die Liebe Gottes kennt, ist er bereit, den Lesern vorzuschlagen, sich selber vor Gott zu demütigen. Er weiß, dass Gott denen ausnahmslos Gutes tun wird, die zu ihm kommen und sich vor ihm beugen.

Zum Schluss schreibt Petrus, dass Demütigung vor Gott uns in eine Position totaler Abhängigkeit vor Gott bringt. Er wird dich aufrichten, wenn er es für richtig erachtet. Vielleicht dauert es eine Woche, ein Jahr, ein Jahrzehnt oder noch länger; wir wissen es nicht. Wir haben uns in eine Lage begeben, in der wir allein von Gott abhängen, nicht von unserer eigenen Intelligenz, unseren Fähigkeiten oder Stärken, sondern allein von ihm. Wäre er nicht voller Erbarmen und Barmherzigkeit, wäre dies eine gefährliche Position. Aber Tatsache ist, dies ist der allersicherste Ort für uns. Er wird uns auf Adlers Flügeln tragen!

Hast du wahrhaftig und von ganzem Herzen Gottes einzigartige Souveränität angenommen? Hast du dich selber vor ihm gedemütigt und anerkannt, dass du voll und ganz von ihm abhängig bist? Wartest du geduldig darauf, dass er dich erhöht, anstatt es selber zu tun? Wenn das der Fall ist, dann bist du in der Gesellschaft der wahren Gläubigen angekommen.

Wort des Monats: Mai 2015

Die Briefe des Neuen Testamentes beginnen oft mit einer Beschreibung von dem, was Christus am Kreuz bewirkt hat. Sie erklären weiter, was dies für uns bedeutet und wie er uns, unter anderem, ein neues Herz und den Heiligen Geist geschenkt hat. Aber die Schreiber hören da nicht auf! Sie erwarten, dass die herrlichen Werke des […]

Wort des Monats: April 2015

Hesekiel 43,7a "Und er sprach zu mir: Menschensohn, dies ist der Ort für meinen Thron und die Stätte für meine Fußsohlen, wo ich inmitten der Kinder Israels ewiglich wohnen will! Und das Haus Israel wird künftig meinen heiligen Namen nicht mehr verunreinigen, weder sie noch ihre Könige, … " Dieser Vers befindet sich am Ende […]